Von Siem Reap aus bin ich weiter nach Stung Treng gereist. Dort in der Nähe habe ich einen Tag auf und einen Tag am Mekong verbracht. Inzwischen bin ich in Banlung und werde von hier im Norden von Kambodscha wieder nach Vietnam einreisen.
Dann habe ich drei ganze Wochen lang Kambodscha bereist. Vor vier Wochen bin ich in Saigon gestartet. Ich habe für die Strecke bis hier in Banlung ungefähr 1200 km Busfahrt, 290 km Motorrad oder ähnliches und 80 km Bootsfahrt hinter mir. Die Wege für die Ausflüge sind darin nicht enthalten.
Wieder einmal musste ich einen Plan aufgeben. Ich wollte von Stung Treng aus drei Tage lang mit dem Mountainbike am Mekong entlang nach Kratie reisen. Diese Möglichkeit ist im Reiseführer toll beworben. Die Verhältnisse, die ich in Stung Treng vorgefunden, und die Informationen, die ich dort erhalten habe, haben mich aber ernüchtert. Das Kartenwerk ist für mich nicht verwertbar (zu undetailliert) und die Strecke ist teilweise gefährlich, sprich über 30 km hinweg sandig (was viel Energie verbraucht) und insgesamt gibt es keine Wegweiser. Wäre ich von der Strecke abgekommen, hätte das Wasser knapp werden können…
Ich wurde mal gefragt, wie ich mich in Kambodscha verständige. Dazu hatte ich am 15. Februar auf einen Kommentar geantwortet. Es hat sich inzwischen gezeigt, dass die Kommunikation noch schwieriger ist, als in Vietnam und zwar aus einem anderen Grund: Zunächst einmal stelle ich hier richtig: Die Landessprache heißt nicht kambodschanisch sondern khmer, Kambodscha ist ja auch das Königreich der Khmer. Aber die Khmer haben auch eine eigene Schrift, die Khmer-Schrift, und die wird oft neben der lateinischen Schrift, aber oft auch alleine verwendet. Und diese Schrift wirkt so fremd, dass sie ein Ausländer gar nicht lesen kann. Auch die App Google Übersetzer kann diese Schrift nicht lesen. Sprechübersetzung ist damit meistens nicht verwertbar. Wenn also einmal die Angaben nur in Khmer geschrieben sind und niemand in der Nähe ist, der ein bisschen Englisch sprechen kann, habe ich ein Problem.