Abschied von Kambodscha

Als letzten Beitrag aus Kambodscha zeige ich ein paar Streiflichter und schildere noch, wie ich wieder nach Vietnam gekommen bin.

Super Tuktuk in Kampot

Die Streiflichter haben keinen roten Faden, sondern geben einzelne Lebenssituationen wieder, die mir in Kambodscha aufgefallen sind. Häufig hat es mit dem Verkehr und mit Fahrzeugen zu tun.

Bieranlieferung in Kampot.

Mir scheint, hier haben viele Fahrzeuge TÜV bis ans Lebensende.

Als Fußgänger hast du ein Phnom Penh oft schlechte Karten.

Oft müssen sich die Fußgänger zwischen dem fließenden Verkehr und dem – wie wir ihn bei uns bezeichnen – Bürgersteig ihren Weg suchen. Denn meistens ist hier viel mehr los.

Die Katze hatte hingegen genug Platz. Die Klimaanlage war nicht in Betrieb, das war eine Verkaufsauslage. Diese Katze schien noch wohlgenährt, wogegen mir die meisten Haustiere in Kambodscha sehr schlank vorkamen. Das erkläre ich mir mit dem heißen Klima. Hier brauchen die Tiere nicht für eine kalte Zeit vorsorgen. Wobei?! Dann wären Stubentiger auch schlank.

In der Unterkunft in Battambang habe ich zunächst das Handtuch gesucht.
Amok, meine Leibspeise in Kambodscha

Amok ist völlig ungefährlich, obwohl es etwas schärfer gewürzt ist. Dabei handelt es sich um Fisch oder Hühnchen, gekocht in Kokosmilch, mit Curry und Kräutern des Landes. Mein Favorit ist die Variante mit Fisch.

Nur einmal, das war in Siem Reap, habe ich mir einen Nachtisch gegönnt. Etwa zwei Minuten lang wird mit den Spachteln auf der tiefkalten Platte gehämmert, flachgestrichen und gemischt und das wiederholt sich, bis sich das fertige Eis aufrollen lässt. So sieht das aus, wenn es fertig ist:

Mangoeis frisch zubereitet, lecker!

Das mag ist auch woanders geben, in Kambodscha habe ich es zum ersten Mal gesehen.

Hier ist Geduld gefordert.
Da muss noch ein Motorrad mit, wo ist das Problem?

Das war auf dem Weg von Siem Reap nach Strung Treng. Hier hatte ich eine Art Promiplatz auf dem Beifahrersitz. Aber dafür sah ich auch alle Verkehrssituationen …

Da war ich auf dem Weg von Stung Treng nach Banlung, Provinz Ratanakkiri, und wieder mal der einzige Tourist. Die Fahrt selber hat nur drei Stunden gedauert. Vorher wurden aber 90 Minuten lang Reisende abgeholt und Frachtgut eingesammelt und verladen. Jedenfalls war jeder Platz mindestens von einer Person besetzt.

Eine Fußraste fehlt, wo ist das Problem? Motorradwerkstätten gibt’s „an jeder Ecke“, hier bei Banlung.

Nun komme ich zu der Reise von Banlung nach Pleiku, also von Kambodscha über die Grenze nach Vietnam. 65 km bis zur Grenze und dann noch 75 km nach Pleiku. Bei dieser an sich kurzen Reise habe ich drei Busse kennengelernt:

Das letzte Bild aus Kambodscha, mit diesem Fahrzeug bin ich über die Grenze gebracht worden.

Das war wirklich von Mercedesbus, da war nicht nur der Stern vorne echt. Es war nicht voll. Einige anderen Fahrgäste fuhren eine kurze Strecke mit („Nahverkehr“), nur ich mit meinem kleinen Gepäck wurde über die Grenze gebracht. Das hat übrigens (um einmal über Geld zu sprechen) mit dem nachfolgenden Anschluss bis Pleiku nur 11 $ gekostet.

Vietnam hatte ab dieser Nacht die Einreisebestimmungen für Reisende aus Kambodscha und den EU-Staaten geändert. Deshalb musste ich einen Fragebogen ausfüllen. Darin wird nach gesundheitlichen Symptomen und nach dem Reiseverlauf gefragt. Dann noch Temperatur messen und ich erhielt eine schriftliche auf mich ausgestellte Orientierungshilfe vom „Health Quarantine Officer“. Die Wiedereinreise nach Vietnam war also trotz Visum keine Selbstverständlichkeit.

Damit bin ich nur 200 Meter gefahren worden.

Hinter der Grenze wurde ich zweimal von Fahrer zu Fahrer weitergereicht. Bis ich mich in einem Bus befand, der später rappelvoll war. Ich denke, am Weiterreichen haben ein paar der Beteiligten verdient.

Für mich unerwartet fuhr der dritte Bus nach kurzer Zeit von der Strecke ab auf ein paar Nebenwege und setzte dann rückwärts in diese große Garage. Hier wurde erst mal vollgeladen: Holzbohlen unter die Sitze geschoben, bis die meisten Fahrgäste für ihre Füße weniger Platz hatten.

Schließlich sind wir in Pleiku angekommen und ich wurde dort am Busbahnhof abgesetzt. Das war für mich sehr günstig, wollte ich doch direkt Anschluss finden nach Buon Ma Thuot. Das ist mir dann auch gelungen (mit weiterer Buserfahrung). Mit Einsetzen der Dunkelheit um 18 Uhr habe ich mein Ziel erreicht.

Ein kurzes Fazit zu Kambodscha: Ein tolles und spannendes Land, interessante Menschen, es unterscheidet sich mehr von Vietnam, als ich erwartet habe. Der Unterschied zwischen arm und reich ist sehr groß. Die meisten Menschen zeigen sich zufrieden, auch wenn sie ärmer sind.

Es ist zu merken, das Land ist im Vergleich zu Vietnam deutlich im Rückstand. Das muß an der Terrorzeit der Roten Khmer begründet sein.

Während meiner gesamten Reise herrschte trockenes Tropenwetter, nur einmal in den fünf Wochen hat es kurz und kräftig geregnet. Ständig tropische Temperaturen, jeden Tag über 32 Grad, mehrmals bis 37 Grad, nachts nie unter 20 Grad Celsius (so sind Tropennächte auch definiert).