Anchkor Wat und andere Tempel

Anchkor Wat am Mittag

Das ist ja toll: Ich kaufe mir morgens vor 10 Uhr bei der einzigen (zentralen) Verkaufsstelle eine Eintrittskarte zum Besuch der Tempel für den Folgetag. Die kostet 37 US-Dollar. Und erfahre dabei, dass ich die Karte sofort einsetzen kann. Ich habe also für den Preis für eine Ein-Tages-Karte zwei Tage Zeit, die Tempel zu besuchen. Dann lege ich gleich mal los. Bis ich Angkor Wat erreicht habe und darin eingestiegen bin, ist es aber schon richtig heiß.

..und gut besucht.
Was soll ich dazu noch sagen, hunderte von Metern filigraner Reliefs.

Am gleichen Mittag besuche ich noch den Tempel Bayol. Das reicht mir für heute. Die Hitze hat mich richtig geschafft.

Der Bayol ist der mit den „Fratzen“.

Ich reise durch Kambodscha nicht wegen Anchkor Wat, das unterscheidet mich von vielen Touristen. Da ich nun mal hier bin, möchte ich mir die Tempel auch anschauen, aber nicht viele Hintergründe erfahren, die ich mir ohnehin nicht merken werde. Ich nehme nicht die Dienste eines der versierten, zugelassen Führer in Anspruch. Mit großem Beschreibungen oder historischen Zusammenhängen kann ich Euch nicht dienen. Wer möchte, kann mit dem Namen des jeweiligen Tempels selbst recherchieren.

Die Tempel sind alle in der Zeit vom 9. bis 12. Jahrhundert entstanden. Wenn ich mir alleine das Alter vor Augen halte und diese prächtige Ausgestaltung, kann ich nicht mit Worten beschreiben, wie das auf mich wirkt.

..und nochmals der Bayol

Für den nächsten Tag habe ich einen Tuktukfahrer gebucht, der mich auf die große Runde bringt, das heißt zu den Tempel, die etwas weiter außerhalb liegen. Das startet bereits um fünf Uhr an der Unterkunft. Zunächst ist unser Tuk-Tuk Teil einer größeren Karawane, die in die Dunkelheit führt. Die letzten Meter führen mich zu Fuß teilweise im Stockdunkeln zusammen mit vielen anderen Touristen in der Nähe von Angkor Wat. Jetzt um kurz nach halb sechs kann man nur mit google maps oder Ähnlichem feststellen, dass man gleich auf Anchkor Wat blicken wird. Nach und nach wird es heller und nach und nach nimmt der Gebäudekomplex Gestalt an.

.. aufgenommen um 6:22 Uhr, also noch in der Morgendämmerung.

Die Tempel öffnen morgens um halb acht. Nach einem Frühstück geht es zum Preah Khan Tempel.

Auf diesem und dem nächsten Bild sieht man, dass der Urwald alles eingenommen hatte.

Dann schaue ich mir den Neak Pean Tempel an. Der ist klein und liegt inmitten eines riesigen Teiches. Allein der Weg über den Deich an diesem Morgen ist es wert hier zu sein.

Der Weg auf dem Damm führt zu einem kleinen Tempel
Dem Pferd links im Wasser kommt eine besondere Bedeutung zu.

Weiter geht’s zu Ta Som Tempel. Ich bin froh, so früh unterwegs zu sein. Es ist noch nicht heiß und die Farben wirken frisch.

Für mich eines der schönsten Bilder der Sammlung

Vorne links seht Ihr ein Mädchen. Es ist eines von den zahlreichen Kindern, die hier im Alter von etwa 6 bis 14 Jahren versuchen, Kleinigkeiten zu verkaufen. Sie sind dabei sehr aufdringlich und ausdauernd. Übrigens auch schon um sechs Uhr morgens, und nicht etwa so früh, weil sie danach zur Schule gehen müssen.

So langsam wird es heiß. Die Originaltreppen darf man meistens benutzen sind aber sehr beschwerlich. Ansonsten sind an manchen Stellen moderne Treppen drübergebaut.

Und nun zum Östlichen Mebon Tempel.

Etwas weiter außerhalb liegt der Banteay Srey Tempel. Hier ist es sehr belebt, viele Touristen stehen im Weg und lauschen den Erklärungen der Führer.

Und schließlich noch der Pre Rup Tempel.

Häufig werden Frauen oder Göttinnen(?) dargestellt. Diese Bildnisse haben mir besonders gefallen. Für den Schluss habe ich mir drei Beispiele aufgehoben.

Ta Som Tempel
Östlicher Mebon Tempel
Pre Rup Tempel