Anreise im Bus
Wie ich bereits an anderer Stelle angab kann ich wieder nicht mit dem Zug weiterreisen. Also bleibt nur der Bus. Eine Stunde vor der Abfahrt werde ich noch auf einen anderen, etwas späteren Bus umgebucht. Der Reisebus braucht für die 300 Kilometer von Phnom Penh nach Battambang statt der geplanten fünf insgesamt sieben Stunden. Ich habe das Pech, in der vorletzten Reihe zu sitzen. Im Flugzeug war die Economy Class geräumiger. Ich bin der einzige Tourist im vollbesetzten Bus. Kein Mensch um mich herum spricht ein Wort Englisch. Nun ja, ich komme schließlich an in Battambang, dem westlichsten Ziel meiner Reise durch dieses Land. Aber geschafft bin ich.
Die Stadt
Battambang ist nach Phnom Penh eine der größten Städte Kambodschas. Es gibt keine jüngere aktuelle Zahl, der Reiseführer geht von 300.000 Einwohnern aus. Die Stadt ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.
Die Innenstadt ist für mich zunächst etwas unübersichtlich, denn alle Straßenecken sehen ähnlich aus. Hier ist es viel ruhiger als in Phnom Penh. Bald finde ich mich zurecht. Es gibt viele kleine Lokale und Möglichkeiten, etwas zu kaufen. Schließlich finde ich heraus, dass ich hier auch auf dem Nachtmarkt gut und günstig essen kann.
Die Fledermäuse
An einem Nachmittag fährt mich ein Tuk-Tuk etwas außerhalb der Stadt zu einem Berg, auf dem sich zwei Klöster befinden. Dort steige ich auf 130 Meter Höhe, was mir trotz der Hitze gut gelingt.
Klöster oder Pagoden habe ich schon viele gesehen. Der eigentliche Grund, hier heraus zu fahren, sind Fledermäuse. Die Leben zu Millionen in einer für Menschen unzugänglichen Höhle, aus der sie gut herausfliegen können. Pünktlich mit einsetzender Dämmerung schwärmen die Flieger aus. Das dauert insgesamt etwa 40 Minuten. Der Schwarm ist in den ersten 15 Minuten so stark wie auf diesem Bild und wird erst nachher schwächer. Was für ein Extrem der Natur!
Ausflug aufs Land
An einem Morgen mache ich eine mehrstündige Fahrt mit dem Tuk Tuk zu verschiedenen Stellen am Rande und außerhalb der Stadt. Der Fahrer, ein 40 jähriger Familienvater, kennt sich aus. Ich zeige hier ein paar der Stellen, die ich mir angucken konnte.
Schließlich noch ein paar persönliche Eindrücke dazu:
Die Holzschnitzer machen eine besonders gute Arbeit. Sehr genau und plastisch.
Fisch ist in den Küchen Südostasiens in vielen Zuständen verbreitet, auch wenn dieser – wie hier in Battambang – über Monate gepökelt und später weiter verarbeitet worden ist. Zu diesem Prozess habe ich aber kein schönes Bild. Soll aber delikat schmecken.
Für den Bambusreis wird der Reis zunächst in dem Bambusrohr gegart und danach der äußere Rand des Bambusrohres fein abgeschlagen. So ist das eine Delikatesse, sagte man mir.
Ich habe keinen Krokodilbaby auf die Hand genommen und auch von den Delikatessen nichts probiert. Ausnahme: Das Reispapier. Das habe ich direkt mit einer Frühlingsrolle gegessen. Mmh, lecker!
Dort, wo jetzt nicht gewässert wird, ist es staubtrocken. Das Bild mit dem ausgetrockneten Ackerboden soll ein Hinweis darauf sein, dass die Flüsse wenig Wasser führen. Darauf komme ich noch bei meiner Weiterreise nach Siem Reap zurück.