In der Hauptstadt

Königspalast in Phnom Penh

Ich wusste vorher nicht viel über die Stadt Phnom Penh. Man kennt vielleicht die Bilder vom Königspalast und von der Silberpagode. Die Stadt liegt am Mekong und am Fluss Tonle Sap. Aber sie ist in vielerlei Hinsicht anders als ich erwartet habe. Sie ist unruhig, fast so wie Saigon, und es gibt hier viele Pagoden. Das Straßensystem in der Innenstadt ist nummeriert, das hat es mir leichter gemacht, mich zu orientieren. Zahlreiche Straßen haben daneben noch einen eigenen Namen.

Blick aus meinem Hotelfenster

Die Stadt ist alt und ist zugleich modern, und in ständigem Umbruch. Tradition und Moderne liegen direkt nebeneinander. Es entwickelt sich eine Skyline.

Hinter dieser Pagode entsteht ein modernes Hochhaus.

Der Königspalast und die Silberpagode liegen auf einem großen Gelände nebeneinander. Es ist weitläufig mit vielen Gebäuden, und diese strahlen in ihren hellen oder kräftigen Farben. Hier ist auch der Wohnsitz des Königs. In der Umgebung der Silberpagode sind wichtige Angehörige des Königshauses bestattet.

Auf dem Gelände des Silberpagode

Der Eintritt für beide Bereiche kostet stolze 10 USD. Dafür gibt es am Schluss noch eine kleine Überraschung: eine kleine Flasche Wasser mit königlichem Etikett! Die habe ich dann direkt getrunken. Nicht weit entfernt ist das Ufer des Mekong und des Flusses Tonle Sap.

Im Nationalmuseum nebenan habe ich mich etwas auf den Besuch von Angkor Wat vorbereitet. Wie ich erwartet habe, ist es eine schwere, trockene Thematik. Zwischen der Innenstadt und dem Fluss liegt eine breite Straße, die zum Fluss hin viel Platz für Fußgänger lässt. Erinnert mich an Nizza.

Blick aus dem Riverside Bistro / Indochine auf den Fluss

In dem Bistro Riverside scheint die Zeit übrigens stehen geblieben zu sein. Vieles wirkt noch so wie zu der Zeit, als die Franzosen hier als Kollonialmacht auftraten. Der Verkehr in Phnom Penh ist ähnlich heftig wie in Saigon.

Ein Parkhaus für Autos und ein Parkhaus für Motorräder

Es gibt eine Reihe von Märkten, die jeden Tag stattfinden.

Leider fahren einige Kunden mit dem Motorrad durch den Basar.

Ich habe mich auch für die Geschichte les Landes interessiert, vor allem für die Zeit, in der Kambodscha unter dem Regime Pol Pot gelitten hat. Bekannter ist vielleicht der Begriff der Roten Khmer. Die waren von 1975 bis 1979 an der Macht. Hier reiße ich das Thema nur kurz an, vielleicht mache ich noch mal einen eigenen Beitrag dazu. Jedenfalls kann man dazu in Phnom Penh zwei Originalstätten aufsuchen.

Auf „echte“ Bilder verzichte ich hier.

Nur eine schlimme Zahl dazu: Das Regime hat in vier Jahren etwa ein Viertel seiner Bevölkerung (also der von Kambodscha) ermorden lassen.

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Zurück zur Kultur. Ich habe mir noch andere Pagoden angeschaut und noch eine Kulturtanzvorführung erlebt. Die wichtigste Pagode ist Wat Phnom. Hier ist Phnom Penh gegründet worden.

Wat Phnom liegt auf einem Hügel in einem schönen Park.

Bei der Tanzvorführung ging es um Apsara. Dabei handelt es sich um eine alte Tradition der Khmer. Durch die Roten Khmer war sie völlig verloren gegangen und musste wiederbelebt werden. Was ich dazu gesehen habe hat mich beeindruckt. Über diesen Link könnt Ihr ein Video dazu finden: https://experience.cambodianlivingarts.org/dance-show/

Jede Bewegung, jede Einzelheit hat ihre Bedeutung.

Am Abend vor meiner Abreise aus Phnom Penh habe ich in der Dämmerung noch eine einstündige Bootstour auf dem Tonle Sap und dem Mekong erlebt.