Die Stadt Kampot hat etwa 50.000 Einwohner. Sie liegt an einem Fluss, der nicht weit von hier ins Meer mündet. Ein schöner „Alter Markt“ und noch erhaltene Architektur aus der Kolonialzeit machen die Stadt charmant.
Essen und Trinken
Berühmt ist der Pfeffer aus Kampot. Den habe ich direkt am ersten Abend hier kennengelernt:
Abends kann man sich hier auf einer großen Fläche, abgetrennt vom Verkehr, einen Tisch aufsuchen und aus einer der benachbarten Küchen etwas zu essen bestellen. Das ist etwas zwischen Straßenküche und Gaststätte. Was ich dann auf dem Teller vorfinde haut mich fast um – das schmeckt so völlig anders als in Vietnam und ist total lecker. Und der grüne Pfeffer ist unbeschreiblich, jedenfalls ohne zu übertreiben eine Geschmacksexplosion, aber nicht sehr scharf.
Bei dieser Küche und später bei anderen fällt mir auf, dass auch der Mann der Familie in der Küche mitarbeitet, das war in Vietnam anders. Dennoch finde ich hier zumeist eine klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau vor. Einfach ausgedrückt: Der Mann fährt Tuk Tuk, die Frau verdient Geld mit Kochen.
An einer Straßenküche probiere ich ein Frühstück. Mich beeindruckt immer wieder, wie mit einer kleinen Ausstattung tolle Sachen zustandekommen.
.. und wieder erhalte ich ein tolles Frühstück:
Die Köchin und ihre Familie sind übrigens Muslime, wie viele Menschen in dieser Gegend. Es hat ihnen gefallen, dass ich ihre einfache Küche ausprobiert habe.
Auch auf deutsches Bier muss ich abends nicht verzichten.
Französische Vergangenheit
In Kambodscha finde ich mehr Stellen, die an die französische Kolonialzeit erinnern, als in Vietnam. Ein besonderes Beispiel:
Das Gebäude liegt auf dem Berg Bokor in 1080 m Höhe. Man hat von dort eine ganz tolle Aussicht auf die Küste. Um dorthin zu kommen, muss man eine 20 km lange Strecke bergauf fahren. Dort oben ist es deutlich kühler als an der Küste. Deswegen hatten sich die Offiziere ja gern dort aufgehalten.
Auf dem Kampot-Fluss
An einem Abend nehme ich an deiner Bootsfahrt teil, die in den Sonnenuntergang hinein führt.
Damit das Boot die Brücken passieren kann, müssen sich alle Passagiere auf dem Oberdeck (das sind natürlich alle), kurz vor einer Brücke ganz schön kleinmachen. Das klappt bei den drei Brücken, später auch auf dem Rückweg im Dunkeln. Denn es dauert nicht lange und die Dämmerung kommt ganz rasch.
Viele der Passagiere leben in Kambodscha. Sie nutzen das Oberdeck für ein gemütliches Picknick.
Von Kampot aus reise ich weiter nach Phnom Penh. Leider nicht per Zug, denn der fährt an meinem Reisetag nicht. Also dann per Minibus.